Neue Richtlinien für Online-Shops

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Richtlinien für Online-Shops laut den neusten Gesetzen.Das Europaparlament hat bereits im Oktober 2011 neue Verbraucherrichtlinien von Online-Einkäufen vereinheitlicht und länderübergreifende Regelungen getroffen. Spätestens bis Ende 2013 müssen diese Regelungen in allen EU-Ländern umgesetzt werden. Dadurch wird das Online-Shopping für Verbraucher noch einfacher. In diesem Artikel haben wir für Sie die wichtigsten Änderungen zusammengefasst, welche Sie als Online-Händler in Ihrem Shop anpassen / einfügen müssen. 

Kontaktmöglichkeiten

Dem Kunden muss neben der vollständigen Adresse nach wie vor als Kontaktmöglichkeit eine E-Mail Adresse oder Telefonnummer zur Verfügung stehen. Kostenpflichtige 0180er und 0900er Nummern sind verboten.

Der Anbieter hat als Kontaktmöglichkeit die Telefonnummer hinterlegt.

Kontaktdetails mit Telefonnummer sind bei der Firma Solarandwind Ltd. ausgewiesen.

Button-Lösung

Verbraucher müssen während des Kaufvorgangs klar darauf hingewiesen werden, dass sie einen kostenpflichtigen Vertrag eingehen und eine Zahlung folgt. Dadurch soll der Verbraucher vor sogenannten Abofallen geschützt werden. Der Hinweis soll nach den neusten Regelungen durch einen Button oder ein Häkchen erfolgen, welches gesetzt werden muss. Der Button kann als „Kaufen“, „Zahlung ausführen“ oder ähnliches gekennzeichnet sein.

Nutzen Sie einen aussagekräftigen Button in Ihrem E-Shop mit dem deutlichen Hinweis auf einen Einkauf.

14-Tage Widerrufsfrist

Einheitlich gelten in Europa 14 Tage Widerrufsfrist, statt der zuvor erlaubten 30 Tage. Der Rücktritt vom Kaufvertrag muss in schriftlicher Form innerhalb der 14tägigen Frist erfolgen. Sollte ein Händler nicht ausdrücklich in Textform auf die Widerrufsfrist hinweisen, hat der Kunde automatisch 12 Monate Zeit, vom Vertrag zurück zu treten.

Lieferzeitraum

Der Händler muss ausdrücklich darauf hinweisen, bis zu welchem Datum die Lieferung erfolgt. Überschreitet der Händler eine Lieferdauer von 30 Tagen, kann der Kunde ab dem 31. Tag die Bestellung stornieren. Es reicht nicht aus, wenn der Händler diese Angabe in die AGBs einbindet, sondern sie muss für jedes Produkt angegeben werden.

Haftung während des Versands

Sollte es zum Verlust der Ware und zu Beschädigungen während des Versands kommen, haftet der Händler. Das Risiko von Transportschäden trägt der Händler. Um dem vorzubeugen lohnt es sich, in eine gute Verpackung zu investieren.

Rücksendung bei Widerruf

Der Käufer muss die Kosten der Rücksendung selber tragen, sofern der Händler deutlich darauf hinweist.

Die AGB müssen vollständig ausformuliert sein und für den Kunden gut sichtbar im E-Shop platziert werden.

Beispiel zur Ausführung der AGB im E-Shop Fadenlauf-Taschen.

Rückerstattung des Kaufpreises

Tritt der Käufer vom Kaufvertrag zurück, muss der Händler innerhalb von 14 Tagen den kompletten Kaufpreis zurückerstatten. Diese Regelung tritt selbstverständlich nur in Kraft, wenn er die Ware zurückerhalten hat. Somit wird der Käufer in die Pflicht gerufen, die Ware unverzüglich zurück zu senden.

40-Euro Klausel

Die sogenannte 40-Euro Klausel fällt weg und die Kosten einer Rücksendung müssen vom Kunden bezahlt werden. Bis dato wurden die Rücksendekosten bei einem Warenwert von über 40 Euro vom Händler getragen.

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Wir haben für Sie die wichtigsten Änderungen zusammengefasst, die Online-Händler und Käufer im Fernabsatz direkt betreffen. Vor allem die Rückerstattung des Kaufpreises bei nicht gefallen der Ware ruft nun Käufer und Verkäufer gleichermaßen in die Pflicht. Bitte vergessen Sie nicht, dies ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen. Es gibt weitere Punkte die berücksichtigt werden müssen. Richten Sie sich ebenfalls als Online-Händler darauf ein, dass es zum 13.06.2014 entscheidende Änderungen zur Widerrufsbelehrung geben wird.

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Die vollständige Richtlinie 2011/83/EU vom europäischen Parlament können Sie hier nachlesen.

Tipp: Lesen Sie auch unseren Artikel, wie Sie das Impressum Ihrer Seite richtig schreiben.